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19.02.2012
Zur Zeit hält sich Torben Krzenzck in Bremen auf um sein freiwilliges soziales Jahr abzuleisten. Über das letzte Wochenende war er mit einer Bremer Jugendgruppe zu Besuch bei Fisk in Lauenburg. Ein Teil der Jugendlichen hat hier erstmals ein Bild ihrer Situation aus Gottes Perspektive erfahren, die Lösung des Neuen Testamentes für diese Problematik kennengelernt. Einige Teilnehmer haben beschlossen Jesu auf ihrem Wege nachzufolgen. Herzlichen Glückwunsch!
Möglicherweise haben sich die Neubekehrten bisher keine tieferen Gedanken gemacht welches Geschenk sie von Gott erhalten haben. Torben versucht noch einmal die Unvereinbarkeit von Geschenk und Verdienst gegenüberzustellen
In Galater 5.1-16 schreibt Paulus: „Lasst euch eure Freiheit nicht nehmen. Christus hat uns befreit! Er will, dass wir jetzt auch frei bleiben. Ich sage euch in aller Deutlichkeit:
"Jeder der sich beschneiden lässt, verpflichtet sich das ganze Gesetz einzuhalten.“
Paulus hat die Galater zweimal besucht. Zu Paulus Zeiten eine ungewöhnliche Häufung. Die Strapazen einer damaligen Reise durch Kleinasien sind mit einem heutigen Besuch nicht annähernd vergleichbar. Aber auch andere Missionare scheuen nicht die Mühen und besuchen die Galater. Ein Kernpunkt ihrer Lehre besteht in der Durchführung der jüdischen Beschneidung. Dieser Widerstreit droht zu einer Spaltung der Galatergemeinde zu führen. Paulus reagiert in seinem Brief erbost auf jede Beschneidungsforderung, verweigert sch jeden Synkretismus - der Vermischung von Religionen - und allem Kompromissen.
Seine Argumentation: „Christus hat uns befreit! Er will, dass wir jetzt auch frei bleiben.“
Paulus bezieht sich auf ein griechisches Gesetz, nach dem es untersagt ist einen freigekauften Sklaven erneut in die Unfreiheit zu schicken.
Teile der Galatischen Gemeinde sind bereit sich dem jüdischen Beschneidungsritual erneut zu beugen. Aber Paulus gibt deutlich zu bedenken: „Wer anfängt nach dem Gesetz zu leben, muss es ganz erfüllen.“ Wollen wir das? Können wir das?
Die zehn Gebote, nur ein kleiner Teil des jüdischen Gesetzes: Sind wir in der Lage stets und ständig ohne einen Verstoss zu handeln?
Das Beispiel der Galater zeigt wie sehr wir in Gefahr stehen die uns von Gott erteilten Freiheiten zu verkennen und in die zweite Reihe zu stellen. Denn: Wir sind gerecht durch Seine Gnade über uns, nicht durch unser Handeln.
Schnell geht uns die Aussage: „So etwas würde uns heute nicht mehr passieren. Schließlich sind wir jetzt fast zweitausend Jahre weiter!“ von den Lippen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Auch wir stehen in der Gefahr uns durch „Leistungserbringung“ bei Gott Anerkennung verdienen zu wollen. Wenn dies ein Weg zu Gott wäre: Wozu gab Jesu für uns sein Leben?
Hören Sie Torben Krzenzck „Geschenkte Freiheit“ hier online nach
jh
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